Am Anfang macht man oft den gleichen Fehler. Man denkt in Säcken statt in Wirkung.
Die Grundschicht trägt alles, was danach kommt. Wenn sie zu dünn ist, funktioniert das System nicht. Wenn sie passt, wird vieles einfacher. Ein guter Richtwert ist:
Das wirkt im ersten Moment viel. Ist aber genau das, was die Pellets brauchen, um zu arbeiten. In der Praxis bedeutet das ungefähr:
Das ist kein fixer Wert. Aber ein ehrlicher Startpunkt. Wer darunter bleibt, merkt es fast immer später im Alltag.
Zuerst wird die gesamte Fläche gleichmässig eingestreut. Nicht in Haufen, nicht punktuell. Dann wird verteilt, bis eine geschlossene Fläche entsteht. Wichtig ist, dass wirklich überall Material liegt. Keine zu dünnen oder offenen Stellen. Dann kommt der entscheidende Schritt:
Die Aktivierung.
Strohpellets brauchen Feuchtigkeit, damit sie aufgehen. Erst dann entsteht die eigentliche Einstreu. Als Orientierung kannst du nehmen: ca. 1 bis 2 Liter Wasser pro m². Das Ziel ist nicht, die Fläche nass zu machen. Sondern die Pellets leicht anzustossen. Die Oberfläche soll leicht gebunden wirken, nicht schmierig.
Zu wenig Wasser
→ Pellets bleiben hart und reagieren verzögert
Zu viel Wasser
→ Fläche wird nass und verliert Struktur
Oft reicht es schon, die Oberfläche leicht zu benetzen. Der Rest entwickelt sich über die Nutzung im Stall.
Das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob das System stabil bleibt. Beim täglichen Misten werden nur die nassen Stellen entfernt. Der Rest der Grundschicht bleibt bewusst liegen. Danach wird punktuell nachgestreut. Nicht die ganze Fläche. Nur dort, wo Material fehlt. Die neuen Pellets kommen direkt in die offenen Stellen.
Muss man nachwässern? Meist nicht zwingend. In einem laufenden Stall reicht die vorhandene Feuchtigkeit oft aus. Urin, Luftfeuchtigkeit und die bestehende Einstreu aktivieren die Pellets von selbst. Wenn der Stall sehr trocken ist oder grössere Mengen neu eingebracht werden, kann ein leichtes Anfeuchten helfen. Mit der Zeit bekommt man ein gutes Gefühl dafür.
Das merkt man nicht am ersten Moment, sondern im Ablauf. Wenn die Grundschicht stimmt:
Wenn sie zu dünn ist:
Das sind klare Zeichen.
Man will am Anfang Material sparen. Das ist verständlich. Führt aber oft dazu, dass man später mehr verbraucht. Zu dünn gestartet heisst:
Am Ende ist der Aufwand höher.
Die Grundschicht entscheidet nicht nur über die Einstreu. Sie entscheidet über den ganzen Arbeitsrhythmus im Stall. Mit etwa 6 bis 8 cm und rund 10 bis 14 kg pro m² hat man eine stabile Basis. Und beim Nachstreuen gilt: Gezielt ergänzen statt neu aufbauen.

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